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Fantasiebild als Symbolbild für einen ähnlichen Ghul wie aus Fallout

Der Ghul In der Fallout-Serie

Er trägt einen Cowboyhut. Er hat keine Nase mehr. Und er ist seit etwa 270 Jahren am Leben – obwohl „am Leben“ in seinem Fall eine sehr dehnbare Kategorie ist. Cooper Howard, der Ghul in der Amazon-Serie Fallout, ist eine der ungewöhnlichsten Figuren, die das postapokalyptische Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat: ein ehemaliger Hollywoodschauspieler, der den Atomkrieg überlebte, mutierte, und seitdem als Kopfgeldjäger durch die Ödnis streift.

Walton Goggins spielt ihn. Das erklärt einiges.

💡 Tipp: Im Fallout-Universum entstehen Ghule durch intensive Strahlenbelastung nach dem Atomkrieg. Nicht jeder Mensch wird zum Ghul – es scheint eine genetische Veranlagung zu geben. Wer überlebt, gewinnt Unsterblichkeit, Strahlenimmunität und Heilungsfähigkeiten. Der Preis: körperlicher Verfall und – bei manchen – der drohende Verlust des Verstands.

Wer ist Cooper Howard – vor und nach dem Atomkrieg

Vor dem Krieg war Cooper Howard ein Filmstar. Westernheld, Vault-Tec-Werbemaskottchen, Verkörperung des amerikanischen Traums in einer Zeit, in der dieser Traum langsam zu bröckeln begann. Die Serie zeigt seine Geschichte in Rückblenden – ein Schauspieler, der anfing zu bemerken, dass die Firma, für die er Werbung machte, mehr wusste über den kommenden Krieg als sie zugab.

Was dann folgte, veränderte alles. Der Atomkrieg. Die Strahlung. Die Verwandlung. 270 Jahre später sitzt der Mann, der einmal Vault-Tec-Plakate zierte, in der Ödnis und jagt Kopfgelder. Zynisch, pragmatisch, gelegentlich erschreckend brutal. Und doch – da ist noch etwas. Etwas, das Goggins in jeder Szene trägt, ohne es auszusprechen: die Erinnerung an den Mann, der er war.

https://www.youtube.com/watch?v=YuFWWPTFrSM

Ghulifizierung in der post-apokalyptischen Welt - Symbolbild
Ghulifizierung in der post-apokalyptischen Welt – Symbolbild

Was Ghule im Fallout-Universum sind

Das Fallout-Universum – zuerst als Videospielreihe von Bethesda etabliert, nun auch als Serie – kennt Ghule seit dem ersten Teil. Sie entstehen durch Strahlenbelastung: Menschen, die den Atomkrieg überlebten und mutierten, statt zu sterben. Die Veränderung ist körperlich dramatisch – die Haut verfällt, die Haare verschwinden, die Nase geht verloren – aber im Inneren können sie vollständig erhalten bleiben.

Intelligente Ghule sind genau das: intelligent. Sie denken, sprechen, erinnern sich. Manche haben Jahrhunderte gelebt und tragen das Wissen dieser Zeit in sich. Cooper Howard ist das extremste Beispiel: Er erinnert sich an die Welt vor dem Krieg, an eine Zeit, die für alle anderen Figuren der Serie nur Geschichte ist.

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Zivile Ghule und Feral-Ghule – ein wichtiger Unterschied

Nicht alle Ghule bleiben intelligent. Das Fallout-Universum unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Typen, und dieser Unterschied prägt die gesamte Dynamik der Serie:


  • Intelligente Ghule: Sie haben ihre geistigen Fähigkeiten bewahrt. Sie können denken, sprechen, entscheiden. Sie leben in Gemeinschaften oder als Einzelgänger, versuchen sich in einer Welt zurechtzufinden, die sie oft nicht als gleichwertig betrachtet. Cooper Howard gehört zu dieser Gruppe – ein Extremfall, der nach 270 Jahren noch immer klar denkt.

  • Feral-Ghule: Irgendwann verlieren manche Ghule den Verstand. Was bleibt, ist ein instinktgesteuertes, aggressives Wesen – schnell, zäh, gefährlich. Feral-Ghule greifen Menschen sofort an und sind in der Ödnis eine der häufigsten Bedrohungen.

  • Leuchtende Ghule: Eine seltene Variante, die vor radioaktiver Energie strotzt. Sie leuchten im Dunkeln und können Strahlungswellen einsetzen. Meist feral, gelegentlich intelligente Ausnahmen.

Die Serie fügt eine interessante Wendung hinzu: Cooper Howard muss regelmäßig eine Substanz inhalieren, um nicht zu verwildern – eine Serienerfindung, die von der Spiellore abweicht, aber dem Charakter eine zusätzliche Verletzlichkeit gibt. Die genaue Zusammensetzung bleibt in Staffel 1 unklar.

Ghul ähnlich der Fallout-Serie in der post-apokalyptischen Welt - Symbolbild
Ghul ähnlich der Fallout-Serie in der post-apokalyptischen Welt – Symbolbild

Walton Goggins – warum die Besetzung so gut funktioniert

Walton Goggins ist kein Newcomer im Western-Genre. Durch seine Arbeit in Quentin Tarantinos Filmen und Serien wie Justified hat er eine Präsenz entwickelt, die den Ghul trägt: das Charisma eines Mannes, dem man zuhört, auch wenn er Dinge sagt, die einem nicht passen. Cooper Howard ist moralisch eindeutig kein Held – er tötet, er lügt, er handelt aus Eigeninteresse. Und trotzdem ist er faszinierend.

Das liegt an der Ambiguität, die Goggins in jede Szene bringt. Wenn Cooper Howard einen alten Film mit sich selbst als Cowboy betrachtet – in Folge 4 der ersten Staffel – dann sieht man in seinem Gesicht nicht einen Monster, das sich an vergangene Zeiten erinnert. Man sieht einen Mann, der nicht versteht, wie er von dort zu hier kam.

Ghulifizierung in der post-apokalyptischen Welt - Symbolbild
Ghulifizierung in der post-apokalyptischen Welt – Symbolbild

Der Hund – eine menschliche Seite

CX404 ist ein Labrador-Mischling, den Dr. Siggi Wilzig in der Enklave vor der Einschläferung bewahrte. Cooper Howard heilt ihn in Folge 2 mit einer Stimpak-Injektion und bildet eine Bindung zu dem Tier. In der Rückblende erfährt man, dass Howard schon vor dem Krieg Hunde liebte und über Vault-Tecs Hundeverbot frustriert war.

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Es ist ein kleines Detail – aber es ist das Detail, das Cooper Howard von einem reinen Antihelden zu einer Figur mit echter emotionaler Tiefe macht. Am Ende von Staffel 1 lässt er den Hund zurück, als er mit Lucy weiterzieht. Was das für Staffel 2 bedeutet, bleibt offen.

Ghule als Spiegel der Gesellschaft

Das Fallout-Universum nutzt Ghule nicht nur als Monster oder Verbündete – sie sind eine Metapher. In einer Welt, die nach einem Atomkrieg neu sortiert, spiegeln Ghule die Frage wider, wer als Mensch gilt und wer nicht. Viele Gemeinschaften in der Ödnis diskriminieren Ghule offen, behandeln sie als Untermenschen, obwohl viele von ihnen klüger und erfahrener sind als ihre Verächter.

Cooper Howards Geschichte macht das persönlich: Hier ist ein Mann, der einst das Gesicht der Vorkriegsgesellschaft war. Jetzt ist er das, was diese Gesellschaft als Monster bezeichnet.

Ghule - gibt es auch in der Fallout-Serie - Symbolbild
Ghule – gibt es auch in der Fallout-Serie – Symbolbild

Ghule im Spiel vs. in der Serie

✅ Postives❌ Grenzen
Die Serie gibt Ghulen durch Cooper Howard eine emotionale Tiefe, die das Spiel in dieser Form nicht erreicht – sein Vor-Krieg-Hintergrund ist ein origineller AnsatzDie Substanz, die Cooper inhalieren muss, um nicht zu verwildern, gibt es in den Spielen nicht – Puristen kritisieren diese Abweichung von der etablierten Lore
Feral-Ghule sind in der Serie visuell eindrucksvoll umgesetzt – schnell, bedrohlich, glaubwürdig als Gefahr in der ÖdnisDie Serie erklärt wenig über die Mechanismen der Ghulifizierung – Zuschauer ohne Spielhintergrund müssen vieles erschließen
Goggins‘ Darstellung macht Cooper Howard zu einer der am meisten diskutierten Figuren der Serie insgesamtCoopers genaue Vorgeschichte und seine Rolle in den Vault-Tec-Verschwörungen bleiben in Staffel 1 noch offen
Ghule - gibt es auch im Fallout-Spiel - Symbolbild
Ghule – gibt es auch im Fallout-Spiel – Symbolbild
Zusammenfassung: Ghule im Fallout-Universum entstehen durch Strahlenbelastung und können Jahrhunderte überleben. Die Unterscheidung zwischen intelligenten Ghulen und Feral-Ghulen ist zentral. Cooper Howard – gespielt von Walton Goggins – ist ein ehemaliger Filmschauspieler, der nach 270 Jahren als zynischer Kopfgeldjäger durch die Ödnis streift. Die Amazon-Serie Fallout fügt mit der inhalationsabhängigen Substanz eine eigene Wendung hinzu, die von der Spiellore abweicht.

Cooper Howard ist das überzeugendste Argument dafür, dass Fallout als Serie mehr ist als eine Videospiel-Adaption. Er ist eine Figur, die das Genre auf eigene Weise neu definiert – und die zeigt, dass 270 Jahre Überleben einen hohen Preis haben.

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Häufige Fragen


Der Ghul in der Amazon-Serie Fallout ist Cooper Howard – ein ehemaliger Hollywoodschauspieler, der den Atomkrieg überlebte, durch Strahlung zum Ghul mutierte und nun nach etwa 270 Jahren als Kopfgeldjäger in der Ödnis unterwegs ist. Gespielt wird er von Walton Goggins.

Ghule entstehen durch intensive Strahlenbelastung nach dem Atomkrieg. Nicht jeder Mensch überlebt diese Mutation – es scheint eine genetische Veranlagung zu geben. Wer sie überlebt, wird nahezu unsterblich und strahlenimmun, verliert aber äußerlich seine menschliche Erscheinung.

Intelligente Ghule behalten ihr Bewusstsein, ihre Sprache und ihre Persönlichkeit. Feral-Ghule haben ihren Verstand verloren und sind instinktgesteuerte, aggressive Wesen. Die Serie zeigt, dass der Übergang fließend sein kann – Cooper Howard muss eine Substanz inhalieren, um nicht zu verwildern.

Walton Goggins spielt Cooper Howard, den Ghul. Goggins ist bekannt aus Serien wie Justified und Filmen von Quentin Tarantino. Sein Spiel trägt den Charakter und macht Cooper Howard zu einer der meistdiskutierten Figuren der Serie.

In der Serie muss Cooper Howard regelmäßig eine mysteriöse Substanz inhalieren, um nicht zu einem wilden Feral-Ghul zu werden. Diese Serienerfindung weicht von der Spiellore ab – in den Fallout-Spielen benötigen Ghule keine solche Substanz. Die genaue Zusammensetzung wird in Staffel 1 nicht erklärt.

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  • Beitrags-Kategorie:Film-und-Serien
  • Beitrag zuletzt geändert am:15. Juni 2026